Zielgruppen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung

Die BUZ, wie die Berufsunfähigkeitsversicherung im Fachjargon auch kurz bezeichnet wird, sollte vor allem zur Grundausstattung eines jeden jüngeren Menschen gehören. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die in der gesetzlichen Rentenversicherung mit enthalten ist. Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung leistet nur dann, wenn die Fähigkeit zur Ausübung eines beliebigen Jobs nach der Einschätzung der Gutachter des MDK stark eingeschränkt oder gar nicht mehr vorhanden ist. Die BUZ zahlt auch dann, wenn man auf Grund körperlicher Einschränkungen nicht mehr in seinem zuletzt ausgeübten und/oder in einem seiner bereits erlernten Berufe arbeiten kann.

Dass die Berufsunfähigkeitsversicherung besonders für jüngere Menschen lohnenswert ist, liegt schlicht daran, dass sie noch keine hohen Ansprüche aus der gesetzlichen Rente haben. Bei ihnen ist eine besonders große Versorgungslücke zu erwarten. Die Laufzeit der BUZ wird im Allgemeinen bis zum Erreichen des 55. Lebensjahrs beschränkt. Das ist einerseits der Zeitpunkt, an dem die Versorgungslücke nicht mehr so groß ist. Anderseits treten ab diesem Alter die meisten Schadensfälle auf. Eine darüber hinaus gehende Laufzeit der Berufsunfähigkeitsversicherung würde die Beiträge deutlich in die Höhe schnellen lassen.

Bei der BUZ wird die Zahlung einer monatlichen Rente versichert. Um den Kaufkraftverlust durch die Inflation auszugleichen, sollte die BUZ mit einer Dynamik ausgestattet werden. Das bedeutet, dass sich jedes Jahr sowohl die Beiträge als auch die vertraglich zugesicherte Rente erhöhen. Die Dynamik in der Berufsunfähigkeitsversicherung kann vorübergehend ausgesetzt werden. Allerdings sollte man das nicht für zwei aufeinanderfolgende Jahre tun, denn die meisten Verträge zur BUZ enthalten besondere Klauseln, die dann zu einer dauerhaften Aufhebung der Dynamik führen.

 

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